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Ein bisschen indische Geschichte, eine Liebesgeschichte und exotisches Ambiente

Juli 10, 2008

Welch ein schöner Appetitanreger: Lesen Sie sich um die Welt: Indien!

Dann jedoch folgt ein Klappentext, der mich wirklich abschreckt und den Eindruck einer schmalztriefenden historischen Liebesgeschichte erweckt. Aus anderen Gründen wurde ich trotzdem nicht abgehalten „Die Pfauenprinzessin“ (The twentieth wife) von Indu Sundaresan zu lesen.

Es ist die Geschichte der Mehrunissa. Als ihre Famile auf der Flucht ist, wird sie geboren und findet dann eine neue Heimt im Reich des Mogulkaisers Akbar. Bereits als Kind begegnet sie dem Sohn Akbars und will seine Frau werden. Doch sie wird mit einem Soldaten verheiratet und zieht nach Bengalen. Aber natürlich (und das ist von Beginn an klar) vergisst Mehrunissa Jahangir nicht und umgekehrt genauso. Also liest man sich durch 400 Seiten und kennt bereits das Ende. Nicht umsonst wird direkt auf den Nachfolgeband „Kaiserin der Rosen“ hingewiesen. Warum  der Titel allerdings in Pfauenprinzessin übersetzt wurde, bleibt offen. Das kommt nirgendwo vor, aber wahrscheinlich glaubte irgendjemand, die Zwanzigste Frau liesse sich nicht so gut verkaufen. Allerdings finde ich (Fremd-)Werbung auf dem Cover auch nicht verkaufsfördernd.

Der Roman ist ein Schmöker, der historische Personen und Ereignisse (Mehrunissa existierte wirklich um 1600 herum und heiratete den Mogulkaiser) verknüpft und in die Liebes- und Lebensgeschichte fiktiv einwebt. Das ist überwiegend unterhaltsam geschrieben, wenn ich auch bei einiges Beschreibungen Zweifel habe, ob das historisch korrekt sein kann. Aber wenn man sich einfach unterhalten lassen möchte und über die Schicksalshaftigkeit der Liebe und einige Zufälle hinweglesen kann, ist dies nicht das schlechteste Buch für einen oder zwei faule Sommertage.

Und hier, weil ich ihn wirklich gruselig finde, der Klappentext:

„Als die schöne Mehrunissa dem Kronprinzen Jahangir begegnet, weiß sie, dass er ihr Schicksal sein wird. Aber der Preis für diesen Traum ist hoch, denn Jahangirs Vater verbietet die Verbindung, und Mehrunissa muss den kaiserlichen Hof verlassen. Doch allen Widerständen und Intrigen zum Trotz findet Mehrunissa einen Weg zu ihrer großen Liebe, dem Kaiser von Indien. Das Schicksal des riesigen Reiches gerät in den Sog ihrer Leidenschaft.“

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4 Kommentare

  1. O Gott, Klappentexte. Das ist so ein Thema für sich … Wobei ich deutsche ja noch eher gemäßigt finde im Vergleich zu englischen (darüber wollte ich schon lange mal einen Post machen). Bei vielen Büchern habe ich mich wirklich gefragt, ob der Verfasser dieses Klappentextes das gleiche Buch gelesen hat wie ich.


    • stimmt
      am ärgerlichsten finde ich allerdings, wenn in einem Krimi die Lösung mitgeliefert wird


  2. Der Klappentext erinnert schwer an Barbara Wood ;D
    Von ihr habe ich auch schon einiges gelesen, manche sind wirklich lesenswert und bei anderen war es mir dann doch zu kitschig. Ich bin kein Fan von romantischen Liebesgeschichten.


    • Barabara Wood
      habe ich nicht gelesen sondern nur verschenkt. Denke mal, du solltest um das Buch einen Bogen machen 😉



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