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Tante Dimity

August 2, 2008

und das geheimnisvolle Erbe von Nancy Atherthon hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht gerade eine reale Geschichte, aber so liebevoll erzählt, dass es zum Lachen einläd und gleichzeit anrührend ist.
Lori Shepard kann es kaum glauben als der Anwalt ihr erzählt sie solle das Erbe von Tante Dimity antreten, einer Figur ihrer Gute-Nacht-Geschichten. Dass es Tante Dimity wirklich gegeben hat und sie nun nach England reisen soll, ist für Lori ein kleines Wunder. Dort angekommen erlebt sie allerdings noch einiges weitere Unglaubliche und sie lernt ausser Dimity auch ihre verstorbene Mutter näher kennen.
Das Buch ist unterhaltsam, witzig, leichte Lektüre mit ernsthaften Teilen. Es lädt zum Lachen ein, macht neidisch auf ein solches Haus und berührt auch traurige Aspekte.

Zwei Zitate aus dem Buch:
S. 186: Ich war so stolz, dass ich versucht war, nach oben zu gehen und meinen Fotoapparat zu holen, um dieses historische Ereignis zu dokumentieren. Ich weiß, es klingt albern, aber wem im Leben schon so viele hart gekochte Eier angebrannt sind wie mir, wird es verstehen.

S. 124: Miss Kingsley runzelte etwas unwillig die Stirn, dann wandte sie sich zu mir. »Das sind die Jungens, die nicht wiedergekommen sind«, erklärte sie. » Ihre Kameraden haben die Bilder aufgehängt. Wir lassen die Fotos von ihnen hier hängen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.«
Während meines Aufenthalts in London sollte ich diese Gesichter nicht mehr vergessen. Meine Mutter hatte mir den Krieg immer als ein großes Abenteuer geschildert, eine Zeit, in der man schnell enge Freundschaften schloss. Sie hatte aber nie die Freundschaften erwähnt, die ebenso schnell zu Ende gegangen waren.

Das zweite Zitat erinnert mich an Schilderungen meines Vaters, vielleicht mit ein Punkt, warum mir das Buch so gefallen hat?
Es gibt inzwischen diverse Bücher über Tante Dimity und einige sind auch bereits übersetzt. Für mich persönlich kann ich mir nicht vorstellen weiterzulesen, gerade weil mir das Buch so sehr gefallen hat. Die Aspekte, die mir besonders gefallen haben, können eigentlich in den übrigen Büchern nur noch am Rande vorkommen und ich möchte nicht enttäuscht werden. Daher werde ich wohl um die Folgebände einen Bogen machen. Paradox?

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One comment

  1. Nein, das ist überhaupt nicht paradox! Ich habe mich z.B. wochenlang nicht getraut, „Tore der Welt“ von Follett anzufangen, weil mir der Vorgänger „Säulen der Erde“ so gut gefallen hat. Irgendwann habe ich es dann doch gelesen, ich war zwar nicht enttäuscht, aber froh drum, daß ich „Säulen der Erde“ vor Jahren das letzte Mal gelesen habe, sie ähneln sich doch stark 😦



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