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Krimi, Horror oder Fantasy?

Februar 15, 2010

Habe zuletzt wenig Worte zu den gelesenen und gehörten Büchern gefunden. Manchmal fehlen mir Zeit und Worte etwas zu schreiben, jetzt aber mal wieder ein Sammeleintrag.


Kommissar Kluftinger ist mit Gemahlin eingeladen die Silvestertage in einem Nobelberghotel zu verbringen. Als Unterhaltung ist ein Krimispiel mit aktiver Beteiligung geplant, in dem er Poirot geben soll. Auch Dr. Langhammer samt Ehefrau sind mit dabei. Dann taucht jedoch ein echter Toter auf und da die Gäste auf dem Berg eingeschneit sind, muss Kluftinger allein ermitteln – mit Hilfe von Dr. Langhammer.
Dem Autorenteam Kobr und Klüpfel ist wie immer ein lesbarer Stil gelungen. Was ihnen nicht gelungen ist, ist eine gute Geschichte. Der eingeschlossene Tote in einem abgelegenen abgeschlossenen Hotel ist ein mehr als klassisches Motiv und dass dann schon zu Beginn die Frage nach dem „Wer war’s?“ so klar heraussticht macht das Buch nicht spannender. Dazu der nicht wirklich lustige Running-Gag des Vornamens von Klufti, seine absolut unsympathischen Eigenschaften, die sehr herausstechen und seine Dauerfehde mit Langhammer – nein, das ist zu gewollt. Habe mich gefragt, ob sie teilweise eine Hommage oder Persiflage schreiben wollten – beides wäre nicht gelungen. Und ganz ehrlich: am Ende des Buches fragt man sich doch, warum Kluftinger überhaupt eingeladen wurde – weniger Logik geht doch kaum. Ich finde das Buch ziemlich ärgerlich und werde wohl nicht nach dem nächsten Ausschau halten.

Positiv überrascht hat mich das Hörspiel Dracula
Habe es über den Download des tollen Hörbucher-Magazins bekommen und wusste nicht so wirklich worauf ich mich einlasse. Sollte vielleicht erwähnen, dass ich weder Buch noch Film kannte und die Geschichte daher Überraschungen für mich bereithielt.
Zur Geschichte:
Als Jonathan Harker nach Transsylvanien reist, um Graf Dracula zu treffen, überkommen ihn schon bei der Ankunft in den Karpaten schlimme Vorahnungen. Graf Dracula zwingt Harker gegen seinen Willen, in seinem Schloss zu bleiben. Doch das wahre Grauen beginnt erst als er fliehen kann und nach London zurückkehrt. Denn sein unheimlicher Gastgeber hat sich schon auf dem Weg dorthin gemacht…

Das Hörspiel ist mit hervorragenden Sprechern besetzt, darunter Nana Spier, Detlef Bierstedt, Erich Räuker, Martin Kessler und nicht zuletzt Oliver Rohrbeck sowie Simon Jäger.
Vor diesen habe ich echte Hochachtung, denn der Text ist sehr altmodisch und ich vermute schwierig zu sprechen. Wenn von diesen ehrenhaften Männerfreundschaften, den süßen Frauen und Edelmut die Rede ist, soll es ja nicht lächerlich klingen. Und die Sprache ist ziemlich geschwollen. Naja, das Buch ist ja auch von 1897 (hätte sogar noch älter vermutet). Aber die Sprecher schlagen sich super und lassen die Geschichte wirklich gut hören. Und das bei 16 Stunden Hörzeit. Die Figuren werden stimmlich hervorragend rausgearbeitet, Lucy zum Beispiel klingt oft leicht atemlos und überrascht – passt sehr zur Figur. Hat mir insgesamt sehr gut gefallen.

Zu dem Buch, das ich an diesem Wochenende verschlungen habe, sage ich nichts mehr. Zu Rubinrot gibt es schon so viele schöne Besprechungen (weswegen ich es mir gewünscht habe), dass es wohl ausreicht zu erwähnen, dass das Buch einfach viel zu kurz ist und ich meinen Wunschzettel nun um Saphirblau ergänzt habe.

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3 Kommentare

  1. Hui, wer hat denn Dracula dieses Cover verpasst? *brr*
    Ich mochte das Buch und auch die diversen Verfilmungen immer ganz gerne.


    • @soleil: Auf die Verfilmungen bin ich jetzt sehr gespannt. Habe mir da schon etwas erzählen lassen und warte jetzt, dass mal eine im Fernsehen kommt. Über das Cover lässt sich bestimmt auch streiten 😉


  2. Die allerneuste (die auch schon etwas her ist) wird wohl am besten sein.
    Ich habe erst vor einigen Tagen kurz in eine Version der 50er/60er Jahre reingesehen und da sind die drei Vampirfrauen nette Damen in römisch aussehender Kleidung, die eher hilflos daherkamen … das war mir so übel, dass ich gleich weggeschaltet habe. *g*



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