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Endlich wieder Lesezeit

Dezember 29, 2010

dem Dezember sei Dank. Zuletzt kam mir einfach zu viel Fachliteratur in die Quere und -etwas deprimierend-, die ist nicht immer einfach oder überhaupt zu verstehen. Fachenglisch ist halt doch eine ganz andere Herausforderung. Aber unfreiwillig lange Bahnfahrten bringen wenigstens viel Zeit für Bücher und so ist der Stapel ein ganz kleines bisschen geschrumpft um folgende Bücher:
Holly Lisle: Drachensaat
Ich habe vor einigen Jahren die Trilogie der Magischen Spiegel gelesen und war so begeistert, dass ich sie mir anschließend direkt gekauft habe. Die „Drachensaat“ ist nun der Vorgänger zu dieser Trilogie und soll erklären, wie es zu den Falken kam.
Der Junge Wraith lebt in den Kavernen, einem düsteren Ort, in dem alle Menschen wie Zuchtvieh gehalten werden. Nur bei Wraith funktioniert die Magie nicht, die die Menschen in Apathie hält. Er stiehlt sich in die obere Welt, in der die Magier und ihre Familien leben und lernt dort den jungen Solander kennen, der sich in der magischen Ausbildung befindet. Die beiden werden Freunde und Solander verhilft Wraith zu einem Leben in seiner Welt. Doch Wraith will den Menschen in den Kavernen helfen und riskiert sein Leben, um dies zu erreichen.
Solander ist (zusammen mit Luercas) die Figur, die diese Vorgeschichte mit der eigentlichen Trilogie verknüpft. Doch leider hat dieses Buch etliche Längen und reicht einfach nicht an die Trilogie der magischen Spiegel heran. Auch sprachlich passt das Buch nicht in meine Erinnerung. Da die Übersetzerin identisch ist, muss dies entweder an meiner Erinnerung oder am Buch selber liegen. Ich würde jedenfalls empfehlen, dieses Buch wegzulassen und einfach die magischen Spiegel zu geniessen.

Smaragdgrün von Kerstin Gier

Dies ist der letzte Band der Edelstein-Trilogie und Gwendolyn und Gideon müssen endlich herausfinden, was es mit dem Grafen von Saint Germain und der Vollendung des Blutkreises der Wächter auf sich hat. Dabei müssen sie sich auch selbst wieder zusammenraufen, einen Ball überstehen, den Großvater wiedersehen und Lucy und Paul suchen.
Die Trilogie ist wirklich nett erzählt, machte Spaß zu lesen und hatte, wenn auch keine überragende Sprache, so doch eine schöne Leichtigkeit in der Erzählung. Leider hatte ich bei diesem Abschlußband das Gefühl, dass K.G. einfach die Zeit fehlte, die Geschichte auszufeilen und zu straffen. So hat sie in Band zwei mit Gideons Bruder eine nette Nebenfigur mit Potenzial eingebaut, die nun komplett langweilig wirkt. Dann läuft das Buch einen großen Teil der Zeit auf den so wichtigen Ball hinaus, um dann ziemlich unspektakulär schnell vorüber zu sein. Und Gwendolyns besondere Fähigkeit fand ich dann auch etwas herbeigewünscht. Insgesamt etwas enttäuschend, insbesondere weil ich mir sicher bin, dass K.G. einen „besseren“ Abschluß hätte schreiben können.

Richtig schön zu hören waren Die drei Musketiere von Alexandre Dumas, gelesen von Detlef Bierstedt.

Wie schon Bram Stoker’s Dracula hat Audible mir dieses Hörvergnügen beschert und es hat wirklich Spaß gemacht, diesen Klassiker mal zu Hören. Kannte bislang diverse Verfilmungen, aber das Buch war mir nie in die Hände gefallen. Detlef Bierstedt liest die Geschichte -gewohnt- sehr gut und hat mich durch die manchmal doch altertümliche Sprache gelotst. Interessant, wenn man beim Hören plötzlich feststellt, dass die Bedeutungen einiger Worte, zum Beispiel „gefälligst“, sich doch sehr gewandelt haben. Ich hoffe auf mehr Klassiker in dieser Edition.

Und aktuell grad beendet habe ich noch die Audioversion von Kai Meyer‘s Arkadien erwacht, gelesen von Andreas Fröhlich.

Rosa Alcantara, eine junge Amerikanerin, reist nach Sizilien zu ihrer Schwester und ihrer Tante und der dazugehörigen Mafia. Eigentlich wollte sie in Sizilien zur Ruhe kommen, doch das Leben in einem Mafia-Clan lässt das nicht zu, insbesondere wenn ihre Familie zu den Arkadiern gehört, einer Gruppe von Gestaltwandlern. Viele Rätsel warten auf Rosa: ist ihre Familie ein Verräter? wie kann sie ein junges Mädchen befreien, dass seit Jahren als Geisel gehalten wird? was ist nötig, damit sie selbst ihre Gestalt wandelt? und welche Rolle wird Alessandro Carnevare spielen, dessen Familie mit ihrer verfeindet ist, der ihr aber immer wieder beisteht.
Ein gelungener Auftakt einer neuen Fantasygeschichte von Kai Meyer, die sich diesmal durch die zeitliche und örtliche Realität von anderen Reihen abhebt. Das Leben scheint so real und birgt doch viele Fantasy-Elemente. Allerdings ist durch das Setting der Mafia-Clans auch viel Gewalt vorhanden: abgesehen von der jahrelangen Geiselhaft gibt es diverse Morde. Die phantastischen Bereiche der Geschichte sind hier noch nicht sehr ausgebaut, bieten aber sicherlich noch einiges an Überraschungen in den kommenden Bänden.
Andreas Fröhlich ist – mal wieder – eine tolle Sprecherleistung gelungen. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung.

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