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Kirchenthriller

September 6, 2010

Ein Pater wird in Rom ermordet und auf seiner Stirn findet sich die Zahl des Tiers: 666. Sein junger Mitpater Paul Kadrell wird der Polizei zur Seite gestellt, um das Verbrechen aufzuklären. Doch schon bald findet ein weiterer Pater den Tod und P. Kadrell gerät selbst ins Visier der Polizei. Als eine Lektorin und ihre junge Tochter verschwinden, führt die Spur die Polizei und Kadrell in die Katakomben Roms.

Der deutsche Autor Jörg Kastner hat hier einen Rom-Thriller geschrieben und liegt damit sicherlich in einem Trend, der mit Dan Brown und Thomas Gifford seinen Höhepunkt hatte. Und er packt alle Zutaten hinein, die man so erwarten kann: Visionen in Träumen, einen „Erwarteten“, Dämonen und Exorzismus, eine geheime Gruppe, die nicht nur die gesamte Christenheit sondern die ganze Menschheit bedroht und einen alten Gott, der die Bedrohung darstellt und ein kleine Liebesgeschichte.

Ich fand die Geschichte trotzdem oder gerade deswegen nicht gelungen, bin aber auch nicht unbedingt die Zielgruppe. Habe einige Thriller dieses Genres gehört und finde sie teilweise spannend, Illuminati zum Beispiel. Allerdings habe ich mich mit den Feuermönchen schon sehr schwer getan und auch hier ist mir einfach zu viel zusammengemischt. Hätte man nicht wenigstens diese Liebesgeschichte aussen vor lassen können? Bei einem Jesuitenpater hätte das doch nicht gestört? Und das Ende ist mir auch etwas zu „ehrenvoll“ – wobei es ja eine Fortsetzung gibt und somit das angedeutete Ende nicht mal stattfindet.Oder ist da grad was gekürzt worden?

Und eine weitere Frage habe ich zum Buch: warum wird die Kommissarin mit Commissario angesprochen? Soll das eine italienische Eigenheit sein, die männliche Bezeichnung zu verwenden? Oder ist es schlicht ein Fehler? Dazu würde dann zumindest passen, dass der Sprecher Erich Räuker mindestens einen Namen beständig falsch ausspricht und mich das beim Hören enorm gestört hat (okay, bin pingelig): es heisst Trastevere nicht Trastevere – wer’s nicht glauben will, kann’s nachlesen. Sorry, aber das darf meines Erachtens nicht passieren, da bin ich kleinlich.

Um aber auch was Positives zu berichten: die Idee mit dem Puffreis ist wirklich witzig … und mehr verrate ich dazu jetzt nicht.

Insgesamt ist das Buch für mich nur Durchschnitt.


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